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15. April 2026

Million-Biller werden
in der Personalberatung

Das Nein als der größte Umsatzhebel

In einem meiner Mentoring-Gespräche saß mir ein Kunde gegenüber, der seit gut anderthalb Jahren selbstständig war. In seinem ersten vollen Jahr der Selbstständigkeit erwirtschaftete er 330.000 Euro Umsatz als 360-Grad-Berater in der Personalvermittlung von Festangestellten. Das klingt gut, und das ist es auch. Trotzdem war er nicht zufrieden. Er spürte, dass da mehr geht.

 

Im Festangestellten-Dasein hatte er in manchen Jahren wesentlich entspannter und mit mehr Urlaub 650.000 Euro Umsatz oder mehr erzielt. Irgendwie war das nicht die Rechnung, die er sich vorgestellt hatte. Sein klares Ziel: Weniger Druck in der Selbstständigkeit spüren und dennoch die Millionenmarke knacken. In seinem zweiten Jahr erzielte er schon im ersten Quartal knapp 300.000 Euro Umsatz – mit den richtigen Entscheidungen.

 

Wenn du wissen möchtest, welche Entscheidungen auch dich zu einem Million Biller machen können, dann lies weiter.

Das Paradox der Million-Biller in der Personalberatung

 

Die meisten Personalberater glauben: Wer mehr annimmt, verdient mehr. Mehr Input an Mandaten, Kandidaten und Kunden im Portfolio führt zu mehr Output, also Abschlüssen. Das klingt logisch. Die Realität der wirklich erfolgreichen Personalberater sieht anders aus.

 

Sie geben einem der teuersten Reflexe in der Personalberatung nicht nach: „Komm, probieren wir’s trotzdem.“ Sie wissen, dass ein Mandat ohne sauberen Rahmen Zeit, Energie und Marge frisst – während es genau die Deals blockiert, die wirklich eine hohe Abschlusswahrscheinlichkeit mitbringen. Wer sich mit schlechten Aufträgen beschäftigt, hat keine Kapazität für gute Mandate. Top-Biller mit Millionenumsätzen haben das verstanden. Sie treffen bewusst drei Entscheidungen – immer wieder.

Du willst das Thema „Top-Biller werden” und die drei wichtigsten Entscheidungen für Millionen-Umsätze lieber in Videolänge mitnehmen? Hier findest du das passende Video: 

 

Hinweis: Wenn du auf den Link klickst, verlässt du diese Webseite und wirst zu YouTube weitergeleitet. Dabei können Daten an Google übermittelt werden. Weitere Informationen dazu findest du in der Datenschutzerklärung von Google.

 

Simone Straub YouTube-Video "Millionen-Umsatz erzielen"

Entscheidung 1:

Kein Commitment, kein Deal – die wichtigste Regel für Personalberater

 

Wenn ein Entscheider schwer erreichbar ist, der Prozess von Anfang an schwimmt, das Wunschprofil und das Budget nicht zusammenpassen, dann hilft Hoffnung nicht weiter. Dann braucht es Klartext. Mein Mentoring-Kunde hatte sich in seiner Selbstständigkeit nicht die Erlaubnis gegeben, so konsequent zu sein wie früher. Die Angst war da, dass Umsatz verloren geht, wenn er Nein zu Kunden, zu Aufträgen oder zu Kandidaten sagt.

 

Also war er kompromissbereiter. Selbst wenn er spürte, dass die Basis nicht stimmte, nahm er die Aufträge an. Er setzte auf Kandidaten, die nicht wirklich wechseln wollten. Am Ende platzten unnötig viele Abschlüsse und der Umsatz ging nicht so hoch, wie er hätte sein können. Million-Biller haben einen anderen Leitsatz: Sie priorisieren Abschlusswahrscheinlichkeit immer vor Aktivität. Denn wenn die Aussicht auf einen guten und schnellen Prozess nicht gegeben ist, bringt Durchhalten oder Hoffen nichts außer verlorener Zeit.

Das bedeutet konkret:

 

  • Kunden, bei denen Entscheider nicht greifbar sind, werden nicht ins Portfolio aufgenommen.
  • Aufträge, die unter den gegebenen Bedingungen nur schwer oder gar nicht besetzbar sind, werden abgelehnt.
  • Kandidaten, bei denen der Fit nicht stimmt – sei es die Region, das Gehalt, das Timing oder die Rolle –, bekommen ein sauberes Nein.

Beispiel aus der Praxis:
 

Million-Billerin Caro Wolz lebt das konsequenter als fast jeder andere Personalberater im deutschsprachigen Raum. Im Interview zu meiner Podcast-Folge #057: Carolin Wolz: Vom Recruiter zum 360°-Top-Performer sagte sie dazu: „Es ist einfach zielführend, wenn man Nein sagt und einen Prozess lieber beendet, als einen Kunden zu enttäuschen.“

 

58 Platzierungen schaffte sie in einem Jahr. Das setzt voraus, dass man ausschließlich auf Mandaten arbeitet, die auch wirklich zum Abschluss kommen. Welche weiteren Strategien Caro nutzte, um Million-Biller zu werden und wie sie aktiv den Prozess steuert, erfährst du in Folge #057 meines Podcasts.
 

Bild mit Zitat von Simone Straub: Umsatz ist nicht allein Ergebnis von mehr Aktivität. Er ist ein Ergebnis von besseren Entscheidungen.

Entscheidung 2:

Spezialisierung statt Bauchladen – wie Personalberater ihren Umsatz steigern

 

Viele Personalberater nehmen Aufträge an, die sie aufgrund fehlender Expertise eigentlich nicht optimal besetzen können. Das geschieht nicht aus Unehrlichkeit – sondern weil die Anfrage da ist, weil man nicht abweisen möchte und insgeheim hofft, es irgendwie hinzubekommen. Das Ergebnis ist ein Bauchladen: viele offene Positionen, kaum Tiefe, geringe Platzierungsrate. Million-Biller treffen eine andere Entscheidung: Sie sagen Nein zu allem, was nicht in ihre Expertise fällt. Sie wissen, dass Fokus der eigentliche Effizienzmotor ist.

Beispiel aus der Praxis:

 

Sabine Rodach ist dafür das vielleicht eindrücklichste Beispiel. Sie hat sich seit 2006 in der Vermittlung von Freiberuflern einen klaren Expertenstatus aufgebaut und in ihrem besten Jahr ohne Team 2,4 Millionen Euro Margenumsatz erzielt. Sie folgt ihrer Überzeugung: „Sich selbst treu bleiben und für die eigene Qualität einstehen – nicht verstecken, nicht Ausreden suchen.“

 

Dazu gehört auch, sich in einem klar definierten Segment zu positionieren. Denn so gewinnt man Kandidaten und Kunden, die anderswo nicht zu finden sind – mit einer Effizienz, die ein Generalist niemals erreicht. Ihre Geschichte und ihre Learnings zu Höchstleistung und Unternehmertum teilt Sabine in: Podcast-Folge #017: Sabine Rodach – Die Contract Super Woman.

Entscheidung 3:

Fokus statt Opportunismus – So nutzen Million-Biller ihre Zeit effektiv

 

Mein Mentoring-Kunde hatte ein Buch erwähnt, das ihn sehr inspiriert hat: The One Thing von Gary Keller. Darin beschreibt Keller die überraschend einfache Wahrheit über außergewöhnlichen Erfolg und stellt die zentrale Frage:

 

Was ist die eine Sache, die mich heute näher zu meinem Ziel bringt?
 
Das setzt voraus, dass du deine Ziele klar definiert hast. Wer seine beruflichen wie privaten Ziele kennt, kann viel besser entscheiden, was seinen Tag füllt – und was nicht. „Fokus statt Opportunismus“ umfasst auch das bewusste Management von Unterbrechungen. Anstatt sich von der nächsten Anfrage ablenken zu lassen, gilt es bei der aktuellen Aufgabe, beim aktuellen Kunden und aktuellen Prozess zu bleiben. Wer arbeitet, ist bei der Sache – und zwar mit vollem Fokus.
Das ist leichter gesagt als getan. Aber es ist eine Entscheidung, die trainierbar ist.

 

Beispiel aus der Praxis:
 

Simone Fiedler ist eine der erfolgreichsten Personalberaterinnen in der deutschen Staffing-Branche. Sie vermittelt seit über 10 Jahren Ärzte und hat dabei in 8 von 10 Jahren die Millionengrenze geknackt. In der Podcast-Episode #184: Simone Fiedler – Die Zutaten für Millionenumsatz in der Personalberatung fasst sie ihre eigene Regel so zusammen:
„Wenn ich in der Arbeit bin (…) da will ich auch hin und wieder kein privates Gespräch führen. Meine Arbeitszeit nutze ich zu 100 % effektiv.“

Zitat von Simone Straub: "Das Nein, das du dich traust zu sagen, ist dein stärkster Umsatzhebel"

Million-Biller werden in der Personalberatung

Drei Entscheidungen, die wirklich zählen

 

Millionen-Umsätze in der Personalvermittlung sind keine Frage des Zufalls. Sie sind vielmehr das Ergebnis von klaren, bewussten und immer wieder neu getroffenen Entscheidungen.
Reflektiere kurz: Triffst du diese drei Entscheidungen gerade schon?

 

  • Sagst du konsequent Nein, wenn das Commitment des Kunden oder Kandidaten fehlt? Oder hoffst du noch manchmal, dass es schon irgendwie klappt?
  • Arbeitest du ausschließlich in deiner Expertise oder nimmst du immer wieder Aufträge an, die eigentlich nicht in dein Profil passen?
  • Bist du wirklich bei dem, was du gerade tust, oder lässt du dich von neuen Anfragen und Möglichkeiten ablenken?

 

Das Ziel meines Mentorings ist genau das: Wir schauen gemeinsam auf das, was bei dir unbewusst passiert und bringen es ins Bewusstsein. Wir finden gemeinsam heraus, was dich schon erfolgreich macht und was dir fürs nächste Level noch im Weg steht – bewusst oder unbewusst.

 

Top-Biller positionieren sich als Berater, nicht als Bittsteller. Sie sagen Nein, weil sie wissen, dass dieses Nein den Weg für das richtige Ja freimacht. Genau diese Klarheit verändert nicht nur den eigenen Umsatz – sie verändert auch das Bild, das Kunden und Kandidaten von der Personalberatung haben.

 

Bis bald. Happy hunting.

 

Mehr zum Thema:

Du willst tiefer einsteigen? In diesen Videos und Podcasts gehe ich ausführlicher auf einzelne Aspekte ein:

 

🎥 YouTube:  Warum du noch keine 50.000 EUR pro Monat machst

 

🎥 YouTube: So sagst du „Nein“ zu Aufträgen, ohne deinen Kunden zu enttäuschen.

 

🎙️ Podcast: Top-Performer und Teamleiter – mit Philipp Hirsch

 

🎙️ Podcast: Top-Performer in der mandatierten Suche – mit Carmen Laura Holtkamp

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Let’s find solutions.

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Häufige Fragen zum Thema Million-Biller werden in der Personalberatung

Was ist ein Million-Biller in der Personalberatung?

Ein Million-Biller ist für mich ein Personalberater, der mehr als eine Million Euro Umsatz bzw. Deckungsbeitrag pro Jahr erwirtschaftet. Zwar gibt es Unternehmen, die auch jemanden als „Million-Biller“ bezeichnen, der diese Marke irgendwann einmal erreicht hat – unabhängig vom Zeitraum. Wirklich bemerkenswert ist jedoch das (wiederholte) Knacken dieser Marke begrenzt auf einen Zeitraum von einem Jahr. Zu diesem Ergebnis führen vor allem Fokus, klare Priorisierung und konsequente Entscheidungen.

Wie viel verdient ein Million-Biller in der Personalberatung?

Wie viel am Ende übrig bleibt, hängt davon ab, wie ein Personalberater arbeitet – ob als Solounternehmer oder mit Team, mit hohen Fixkosten oder schlank aufgestellt.

Als Ausgangspunkt gilt: Wer als selbstständiger Personalberater einen Vermittlungssatz von 25–35 % erzielt und einen Jahresumsatz von einer Million erreicht, kann bei guter Wirtschaftsweise mindestens 50 % als Gewinn einbehalten. Das setzt allerdings voraus, dass es keine großen Fixkosten wie Mitarbeiter oder Büro gibt. Wer ein Unternehmen mit Team führt, rechnet realistisch mit einer Profitabilität von 25–30 %.

Für angestellte Top-Biller gilt: Ein sechsstelliges Jahreseinkommen ist die Regel. Die genaue Zusammensetzung aus Fixgehalt und Provision hängt stark vom jeweiligen Provisionssystem ab.

Wie viel Personalberater insgesamt verdienen und wie sich Gehalts- und Provisionsstrukturen unterscheiden, erfährst du ausführlich im Blogartikel: Wie viel verdienen Personalberater? 

Warum sagen erfolgreiche Personalberater öfter Nein?

Erfolgreiche Personalberater sagen öfter Nein, weil jedes Ja zu einem unpassenden Auftrag ein Nein zu einem besseren ist. Million-Biller verstehen ihre Zeit als wichtigste Ressource. Wer sich auf Mandate konzentriert, die wirklich zur eigenen Expertise passen, arbeitet effizienter – und baut nebenbei eine stärkere Marktposition auf.

Wie spezialisiert muss ich als Personalberater sein, um Million-Biller zu werden?

Die Spezialisierung eines Personalberaters, der Million-Biller werden möchte, sollte so eng wie möglich und so breit wie nötig sein – auch wenn das zunächst nach weniger Marktpotenzial klingt. Die Praxis zeigt das Gegenteil: Je enger die Nische, desto mehr kann ich von bereits geleisteter Arbeit profitieren: im Recruiting, in der Akquise usw..

Was bedeutet Mandatsselektion in der Personalberatung?

Mandatsselektion in der Personalberatung heißt, dass du dich bewusst entscheidest, welche Aufträge du annimmst – und welche nicht. Entscheidend sind drei Fragen: Passt der Auftrag zu meiner Expertise? Ist der Kunde wirklich committed? Sind die Rahmenbedingungen realistisch? Wer diese Fragen konsequent stellt, vermeidet verlorene Zeit und schützt seine Reputation.

Wie sage ich als Personalberater Nein, ohne den Kunden zu verlieren?

Indem du nicht einfach nur absagst, sondern dem Kunden trotzdem eine Lösung für sein Problem anbietest. So wird dieser in Zukunft bei den für dicha passenden Aufträgen an dich denken. Welche Möglichkeiten du hast, „Nein” zu Aufträgen zu sagen, ohne den Kunden zu enttäuschen, erfährst du in diesem Video (KLICK)

Kann ich Aufträge ablehnen, wenn meine Pipeline noch dünn ist?

Ob Personalberater auch dann Aufträge ablehnen sollten, wenn die Pipeline dünn ist, sollte genau geprüft werden. Was ist der Grund für die Ablehnung? Ist es fehlendes Commitment oder fehlende Flexibilität beim Kunden – dann ist es ein No-Go. Aufträge außerhalb der eigenen Spezialisierung können bei fehlendem Auftragsvolumen durchaus in Betracht gezogen werden. Wichtig ist, mit dem Vertrieb nicht aufzuhören, wenn die Pipeline voll ist. Nur dann bietet sich die Möglichkeit, die Qualität der Aufträge zu verbessern und hochprofitabel zu werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem guten Berater und einem Top-Performer in der Personalvermittlung?

Ob du einen bestehenden Markt übernimmst oder von Null aufbaust, spielt eine Rolle. In der Personalberatung gibt es drei Erfolgsstufen: Wer regelmäßig 200.000–250.000 € Umsatz bzw. Deckungsbeitrag erwirtschaftet, zeigt eine gute Performance. Sehr gute Personalberater zeichnen sich dadurch aus, dauerhaft den Sprung über die Marke von 400.000 € zu schaffen.

Wer dauerhaft über die Millionengrenze kommt, gehört zu den herausragenden Personalberatern, von denen es weniger als 1 % am Markt gibt. Alle Werte beziehen sich auf eine 360-Grad-Tätigkeit, also die gleichzeitige Betreuung von Kunden und Kandidaten.

Was die Top-Performer vom Durchschnitt trennt: Sie messen Erfolg nicht allein am Aktivitätslevel, sondern am Ergebnis – und treffen deshalb andere Entscheidungen.

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über

Simone Straub

 

Simone Straub ist „Der Personalberater Coach“. Seit 2005 in der Branche bietet sie Training und Coaching für Personalberater, Personalvermittler und Recruiter. Durch ihre langjährige Erfahrung in der Beratung sowie im Bereich Training & Coaching hilft sie ihren Teilnehmern mit konkret umsetzbaren Impulsen, jeden Tag ein bisschen besser zu werden und ihre Ziele zu erreichen. Erfahre mehr zu ihr hier.

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